Rennmausfutter kaufen: zwei Wüstenrennmäuse fressen SaatenmischungKI-generiert

Haltung

Rennmausfutter kaufen: worauf du bei der Mischung achten musst

Wie du gutes Rennmausfutter an der Zutatenliste erkennst, welche Zusätze nichts im Napf verloren haben und wann sich Selbermischen lohnt.

Vor dem Nagerregal im Supermarkt stehen und die richtige Mischung auszuwählen ist schwerer, als es sein müsste. Bunte Drops, Joghurtkugeln und Honigstangen sehen nach Fürsorge aus und sind das Gegenteil davon. Gutes Rennmausfutter erkennt man nicht an der Verpackung, sondern an der Zutatenliste, und die liest sich erstaunlich langweilig.

Die Prüfliste für den Sack

Fünf Punkte, mit denen du jede Mischung in zwei Minuten beurteilen kannst.

  1. Kleinsaaten müssen ganz oben stehen. Hirse in verschiedenen Sorten, Kanariensaat, Grassamen. Sie sind die natürliche Hauptnahrung. Steht Getreide oder ein Pressling an erster Stelle, ist die Mischung falsch gewichtet.
  2. Kein Zucker in irgendeiner Form. Das betrifft Drops, Joghurtkugeln, Honigstangen und den unauffälligsten Kandidaten: Melasse. Sie taucht in Zutatenlisten regelmäßig auf, oft als Bindemittel für Pellets.
  3. Wenig Ölsaaten. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und Erdnüsse sollten zusammen höchstens einen kleinen Anteil ausmachen. Wenn der Sack beim Ansehen fettig glänzt oder sichtbar zu einem Drittel aus Sonnenblumenkernen besteht, ist es Mastfutter.
  4. Alle Bestandteile erkennbar. Was man nicht als Korn, Saat, Kraut oder Gemüsestück identifizieren kann, ist Presslingsware aus Nebenerzeugnissen.
  5. Keine bunten Farben. Eingefärbte Bestandteile bringen keinen Nutzen und sind ein zuverlässiges Zeichen dafür, dass die Optik wichtiger war als der Inhalt.

Vorsicht bei „Nagerfutter für alle Kleinnager“. Rennmäuse, Meerschweinchen, Kaninchen und Hamster haben völlig unterschiedliche Bedürfnisse. Universalmischungen sind für Rennmäuse fast immer zu getreide- und zu zuckerlastig. Auf der Packung sollte Rennmaus oder zumindest Gerbil stehen.

Was in eine gute Mischung gehört

Kleinsaaten, 50 bis 60 % Rispenhirse, Silberhirse, Japanhirse, Kanariensaat, Grassamen, Amaranth, Buchweizen, Quinoa
Getreide, 15 bis 20 % Hafer, Gerste, Dinkel, Weizen, Naturreis, Hirsekolben
Kräuter und Blüten, 10 bis 15 % Löwenzahn, Brennnessel, Petersilie, Kamille, Ringelblume, Kornblume, Malve
Ölsaaten, höchstens 5 % Leinsaat, Sesam, wenige Sonnenblumen- und Kürbiskerne
Gemüseflocken, etwa 5 % Möhre, Pastinake, Rote Bete, Erbsenflocken
Tierisches Eiweiß, separat getrocknete Mehlwürmer, Gammarus, Heimchen, Bachflohkrebse

Das tierische Eiweiß muss nicht in der Grundmischung enthalten sein. Viele Halter kaufen es separat und geben es ein- bis zweimal pro Woche gezielt dazu. Das hat den Vorteil, dass man die Menge kontrollieren kann und die Insekten nicht wochenlang im Sack liegen.

Fertigmischung oder selbst mischen?

Fertigmischung Bequem, ausgewogen wenn die Qualität stimmt, kein Lagerplatz für viele Einzelkomponenten nötig. Dafür teurer pro Kilo und man ist an die Zusammensetzung gebunden
Selbst mischen Volle Kontrolle über Anteile, deutlich günstiger im Großgebinde, anpassbar an einzelne Tiere. Braucht Lagerplatz, Zeit und etwas Einarbeitung

Für die meisten Halter mit zwei bis drei Tieren ist eine gute Fertigmischung die praktischere Wahl. Selbermischen lohnt sich, wenn du mehrere Gruppen hältst, wenn ein Tier eine Diät braucht oder wenn du mit keiner erhältlichen Mischung zufrieden bist.

Ein Mittelweg, den viele gehen: eine solide Grundmischung kaufen und sie mit Kräutern, Blüten und zusätzlichen Kleinsaaten aufwerten. Damit lässt sich auch der Ölsaatenanteil verdünnen, wenn er zu hoch ist.

Wo kaufen?

Gutes Rennmausfutter findet man selten im Supermarkt oder in der Zoohandelskette. Die Auswahl ist deutlich besser bei spezialisierten Onlinehändlern für Nagerfutter, die auch Einzelkomponenten und Kräuter im Großgebinde führen. Beim Preis pro Kilo liegen die Unterschiede zwischen Kleinpackung und 5-Kilo-Gebinde schnell beim Doppelten.

Menge, Lagerung und Umstellung

Wie viel brauchst du?

Eine Rennmaus frisst etwa ein bis zwei gehäufte Teelöffel Trockenfutter pro Tag. Für zwei Tiere sind das rund 300 bis 500 Gramm im Monat. Ein 5-Kilo-Sack reicht damit etwa ein Jahr, was gleichzeitig die Grenze der sinnvollen Lagerung ist.

Rechne mit 7 bis 12 Euro pro Kilo für eine gute Mischung. Für zwei bis drei Tiere liegen die Futterkosten damit bei etwa 4 bis 10 Euro monatlich, mit Frischfutter und Insekten bei 8 bis 20 Euro. Alle Kostenpositionen stehen unter Rennmaus kaufen: Preise und Kosten.

Richtig lagern

  • Kühl, trocken und dunkel, nicht neben der Heizung und nicht im feuchten Keller.
  • In einem verschließbaren Behälter aus Metall oder stabilem Kunststoff, nicht im offenen Papiersack. Das hält Vorratsschädlinge fern.
  • Vor jeder Fütterung kurz riechen. Muffiger Geruch, Klümpchen oder feine Gespinste bedeuten: entsorgen. Verdorbenes Futter ist eine ernste Gesundheitsgefahr.
  • Getrocknete Insekten separat und besonders trocken lagern.

Futter umstellen

Rennmäuse sind konservativ. Eine abrupte Umstellung führt zu Futterverweigerung oder bringt die Darmflora durcheinander. Misch das neue Futter über ein bis zwei Wochen zunehmend unter das alte, beginnend mit etwa einem Viertel.

Beobachtungstipp: Wenn deine Tiere aus einer neuen Mischung konsequent nur bestimmte Bestandteile herauspicken und den Rest liegen lassen, stimmt die Zusammensetzung nicht. Meistens sind es die fettreichen Saaten, die zuerst verschwinden. Dann ist ihr Anteil zu hoch.

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Futter und Zubehör für Rennmäuse

Diese Produktgruppen decken die Fütterung ab:

  • Rennmaus- oder Gerbil-Grundmischung mit hohem Kleinsaatenanteil, ohne Zuckerzusatz
  • Kleinsaaten einzeln zum Aufwerten: Hirsesorten, Kanariensaat, Grassamen
  • Getrocknete Kräuter- und Blütenmischung
  • Getrocknete Mehlwürmer, Gammarus oder Heimchen als Eiweißquelle
  • Kolbenhirse als Beschäftigungsfutter
  • Keramiknäpfe und Trinkflasche
  • Luftdichter Vorratsbehälter für die Lagerung

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Was du nicht kaufen solltest

  • Drops, Joghurtkugeln, Knabberstangen mit Honig. Reine Zuckerprodukte, die im Zoohandel als Leckerli vermarktet werden.
  • Mischungen mit sichtbar hohem Sonnenblumenkernanteil. Die häufigste Ursache für Übergewicht bei Rennmäusen.
  • Pelletiertes Alleinfutter. Nimmt den Tieren die Beschäftigung durch Auswählen und Schälen, und die Zusammensetzung ist meist nicht nachvollziehbar.
  • Universalfutter für alle Nagerarten. Zu getreidelastig für Rennmäuse.
  • Salz- oder Minerallecksteine. Bei ausgewogener Fütterung überflüssig, in größeren Mengen sogar schädlich.
  • Gesalzene oder geröstete Nüsse und Saaten aus dem Supermarktregal für Menschen.

Was tatsächlich in den Napf darf und was giftig ist, steht ausführlich in der Futterliste von A bis Z. Die Grundlagen zu Fütterungsmengen, Frischfutter und Foraging findest du unter Ernährung der Wüstenrennmaus.

Häufige Fragen zum Rennmausfutter

Welches Rennmausfutter ist das beste?

Eines mit Kleinsaaten wie Hirse und Kanariensaat als Hauptbestandteil, ohne Zuckerzusätze und Melasse, mit geringem Anteil an Sonnenblumenkernen und mit erkennbaren Einzelbestandteilen statt Presslingen.

Woran erkenne ich schlechtes Rennmausfutter?

An bunten Drops und Joghurtkugeln, an Melasse in der Zutatenliste, an einem hohen sichtbaren Anteil Sonnenblumenkerne, an nicht identifizierbaren Presslingen und an der Bezeichnung als Universalfutter für alle Nagerarten.

Wie viel Futter braucht eine Rennmaus?

Ein bis zwei gehäufte Teelöffel Trockenfutter pro Tier und Tag. Für zwei Tiere sind das etwa 300 bis 500 Gramm im Monat.

Was kostet Rennmausfutter?

Eine gute Mischung liegt bei 7 bis 12 Euro pro Kilo. Für zwei bis drei Tiere ergeben sich Futterkosten von etwa 4 bis 10 Euro monatlich, mit Frischfutter und Insekten 8 bis 20 Euro.

Lohnt es sich, Rennmausfutter selbst zu mischen?

Bei mehreren Gruppen, bei speziellen Bedürfnissen einzelner Tiere oder wenn keine erhältliche Mischung überzeugt. Für zwei bis drei Tiere ist eine gute Fertigmischung meist praktischer.

Wie lange ist Rennmausfutter haltbar?

Kühl, trocken und luftdicht gelagert etwa ein Jahr. Bei muffigem Geruch, Klümpchen oder feinen Gespinsten sofort entsorgen.

Wie stelle ich auf ein neues Futter um?

Über ein bis zwei Wochen, indem du das neue Futter zunehmend unter das alte mischst. Abrupte Umstellungen führen zu Futterverweigerung.

Braucht meine Rennmaus einen Salzleckstein?

Nein. Bei ausgewogener Fütterung ist er überflüssig und in größeren Mengen sogar schädlich.