Ein Rennmausgehege selbst zu bauen ist günstiger als fertige Käfige und lässt sich in Größe und Grabetiefe perfekt an deine Wüstenrennmäuse anpassen.
Die meisten gekauften Nagerkäfige sind zu klein und haben einen zu flachen Streubereich. Wer ein Rennmausgehege selber baut, bekommt für weniger Geld deutlich mehr Platz und eine hohe Grabezone – genau das, was die kleinen Buddler brauchen. Diese Anleitung zeigt dir Maße, Material und den Aufbau Schritt für Schritt.
Als absolute Untergrenze für zwei Wüstenrennmäuse gilt eine Grundfläche von 100 × 50 cm – mehr ist immer besser. Entscheidend ist neben der Fläche die Grabetiefe: Plane einen Streubereich von mindestens 20 bis 30 cm Höhe ein, damit die Tiere stabile Gänge und Höhlen anlegen können. Bewährt hat sich ein zweigeteilter Aufbau – unten eine hohe, dichte Streuwanne aus Glas, darauf ein belüfteter Aufsatz aus Holz und Draht.
Diese Materialien haben sich für ein artgerechtes, nagesicheres Rennmausgehege bewährt:
An Werkzeug brauchst du im Wesentlichen Akkuschrauber, Stichsäge, Maßband, Schleifpapier und eine Kartuschenpresse für das Silikon.
Selber bauen lohnt sich vor allem, wenn du eine bestimmte Größe brauchst oder Geld sparen möchtest. Wer es unkompliziert mag, greift zu einem fertigen Nagarium. Worauf es bei beiden Wegen ankommt – Größe, Einrichtung und Grundausstattung – liest du im ausführlichen Ratgeber zu Haltung & Gehege.
Je nach Material und Größe liegen die Kosten meist zwischen etwa 60 und 150 Euro – oft günstiger als ein gekauftes Nagarium gleicher Größe, vor allem mit einem gebrauchten Aquarium als Basis.
Unbehandeltes Multiplex-, Siebdruck- oder OSB-Holz ist gut geeignet. Verzichte auf imprägniertes Holz sowie auf Zedern- und stark harzendes Nadelholz, da deren Öle die Atemwege reizen können.
Mindestens 100 × 50 cm Grundfläche für zwei Tiere, dazu eine Grabetiefe von 20 bis 30 cm. Mehr Fläche und Höhe sind immer von Vorteil.
Vertiefe dein Wissen rund um die Wüstenrennmaus: Haltung & Gehege einrichten, Ernährung & Futter und Gesundheit & Pflege.